Stand der Entwicklungen bzgl. Badezentrum

Liebe Mitglieder der Schwimmabteilung des VfL Sindelfingen,

sicher bekommen viele von euch die aktuellen Diskussionen um die Zukunft des Sindelfinger Badezentrums mit. Klar ist, dass das Bad in die Jahre gekommen und stark sanierungsbedürftig ist. Klar ist auch, dass es viele Konstruktions- und Technikersatzteile auf dem Markt nicht mehr gibt.

Außerdem ist das Badezentrum ein finanzieller Risikofaktor für die Stadt Sindelfingen geworden, denn die Stadt muss jährlich gut 6 Millionen Euro zuschießen, um das Bad überhaupt offen zu halten. Das ist ein Betrag, den sich die Stadt Sindelfingen nicht mehr dauerhaft leisten kann.

Vor diesem Hintergrund und auch mit dem Wunsch, das Bad wieder für alle Gesellschaftsschichten (inkl. Kinder, Familien und Ältere) attraktiv zu gestalten, hat die Stadtverwaltung zwei Varianten erarbeitet. Diese können hier detaillierter nachgelesen werden: https://www.sindelfingen.de/rathaus-service/aktuelles-presse/neuigkeiten/129/badezentrum-sindelfingen

Im Kern unterscheiden sich die Varianten wie folgt:

  1. Erhalt des Gebäudes und der Deckenkonstruktion; kein 50m-Becken, dafür ein 25m-Becken und ein zusätzliches Erlebnisbecken
  2. Abriss des Gebäudes und Ersatzneubau; mit 50m-Becken, zusätzlichem 25m-Becken, Lehrschwimmbecken und Familienbereich.

Als Schwimmabteilung sind wir, zusammen mit dem Hauptverein und den anderen betroffenen Abteilungen, in engem Kontakt mit der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat (darunter unter anderem Hermann Ayasse und Tobias Ehret, die beide auch Mitglieder der Schwimmabteilung sind). Für uns stehen zwei Dinge im Vordergrund: wir brauchen (!) das 50m-Becken. Andernfalls können wir uns als VfL Sindelfingen von allen sportlichen Ambitionen verabschieden. Außerdem wollen wir keine Reduktion der Wasserfläche in Sindelfingen.

Gemeinsam mit den anderen betroffenen Abteilungen haben wir ein Positionspapier verfasst, das der Hauptverein an die Stadt übergeben hat. Einige Vorschläge (wie zum Beispiel ein zusätzliches 25m-Becken) wurden von der Verwaltung bereits übernommen, was ein großer Erfolg für uns ist!

Aktuell gibt es auch eine Petition, die das aktuelle Gebäude unter Denkmalschutz stellen möchte. Sollte das passieren, müsste die Stadt das Bad in wenigen Jahren endgültig schließen. Den genannten Abmangel von knapp 6 Mio. Euro jährlich kann sich die Stadt nicht mehr leisten. Und an einem denkmalgeschützten Gebäude ließe sich nichts in Richtung Attraktivierung machen. Das wäre eine Katastrophe für uns als Abteilung und für die Stadt insgesamt.

Um alle zu beruhigen: Die Schwimmabteilung ist eng in alle Planungen eingebunden, wofür wir der Stadt auch sehr dankbar sind. Und unabhängig davon, welcher Beschluss gefasst wird (der VfL spricht sich klar für die Variante 2 „Ersatzneubau“ aus), es folgt noch eine Ausschreibungs- und Planungszeit. Es würden also nicht übermorgen die Bagger anrollen. 

Nach unseren aktuellen Informationen wird es zeitnah eine öffentliche Ausschusssitzung geben, in der über das weitere Vorgehen entschieden werden soll.

Wir halten euch auf dem Laufenden.

Eure Abteilungsleitung

Photos: Lars Neumann