Ein Paukenschlag für den VfL Sindelfingen

Im Stadthafen von Münster fanden vom 24.6.-26.6.2021 die Internationalen Deutschen Jugend- und Junioren- Meisterschaften im Freiwasserschwimmen statt. Das große Teilnehmerfeld mit knapp 650 Athleten absolvierte die 10km, 7,5km, 5km, 2,5km sowie die Staffeln mit 3×1,25km auf einem mit Bojen markierten Rundkurs. Durch die kanalartige Hafenanlage konnten diesem Spektakel auch viele Zuschauer folgen, denn auf der einen Seite befinden sich Restaurants, Bars und genügend Platz für Zuschauer und gegenüber dann das Wettkampfgelände. Bei hervorragenden äußeren Bedingungen konnte so ein stimmungsvoller Wettkampf stattfinden.

Der VfL Sindelfingen war mit 8Athleten vertreten:

Vasileios Tekidis (Jahrgang 2000) wurde über die 10km 18. und über die 5km belegte er Platz 21. Nils Thomas (Jahrgang 2005) startete über die 5km(Platz 22 in der Jahrgangswertung) und die 2,5km(Platz 12). Laurenz Gärtner (Jahrgang 2006) belegte über die 2,5km Distanz den 15.Platz. Lena Hunold und Nina Löffler erreichten über die 5km in der Jahrgangswertung 2005 die Plätze 19 und 20. Außerdem schwammen sie zusammen mit Bibiana Uhl die 3×1,25km Staffel A und erreichten hier den 5.Platz in 49:45,74min. Marit Biehal (Jahrgang 2006) trat über die 2,5km an und wurde 17. Des Weiteren schwamm sie mit Laurenz Gärtner und Marian Plöger die 3×1,25km Staffel der Jugend mixed auf den 5.Platz.

Marian Plöger(Jahrgang 2006) fischte sich in diesem großen Teilnehmerfeld doch tatsächlich zwei Bronzemedaillen aus dem 24 Grad warmen Wasser. Zum Einen über die 2,5km und zum Anderen über die 5km. Das Sahnehäubchen auf ihren Erfolg setzte ihr im Anschluss der DSV auf, denn er nominierte Marian noch für die Jugend Europameisterschaften Freiwasser, welche vom 24.7.-27.7.2021 in Paris stattfinden.

Endlich wieder Wettkampffeeling / Die Nachwuchsschwimmer melden sich eindrucksvoll zurück

Am vergangenen Wochenende veranstaltete der TB Cannstatt in Untertürkheim einen Schwimmwettkampf fast wie in „alten“ Zeiten. An dem 45. Internationalen Stuttgarter Schwimmfest nahmen 30 Mannschaften aus sieben verschiedenen Schwimmverbänden teil, darunter auch ein Verein aus Liechtenstein. Des Weiteren waren der Badische, Bayrische, Hessische, Sächsische, Südwestdeutsche Schwimm Verband und der Schwimmverband Württemberg mit über 350Teilnehmern vertreten.

Unter tropischen Bedingungen konnten sich auch 23 Athleten des VfL Sindelfingen endlich mal wieder Schwimmer gegen Schwimmer messen. Nach so langem Wettkampfverzicht bzw. Einschränkungen wusste kaum jemand, wo er/sie wirklich steht. Um so erstaunlicher die Tatsache, dass viele SchwimmerInnen ihre bisherigen Bestzeiten z.T. enorm steigern konnten. Über die 100 Meter Distanzen(Freistil, Rücken, Brust, Schmetterling) wurden als besondere Herausforderung auch noch offene Finals ausgetragen. Hier konnten die Sindelfinger in fast alle Finals mit mindestens einem SchwimmerIn einziehen und sich teilweise nochmals steigern. Bei insgesamt 118 Starts waren die Athleten des VfL 77 Mal unter den Top 3 und alleine davon 35 Mal die Schnellsten. Was für eine tolle Bilanz, auf der das Trainerteam im Hinblick auf die nächsten größeren Wettkämpfe, wie z.B. die DJM, aufbauen können.

Die jüngste Teilnehmerin vom VfL Annika Niklasch (Jahrgang 2011) zeigte sich in sehr guter Form und konnte bei 5 von 6 Starts neue persönliche Bestzeiten schwimmen: 100m, 200m und 400m Freistil sowie über die 100m und 200m Brust. Ähnlich gut erschwamm sich Emelie Saillet(Jahrgang 2008) neue persönliche Bestzeiten: 100m und 200m Freistil, 200m Brust, 200m Lagen und 200m Rücken. Nadia Vetter(Jahrgang 2008) steigerte sich über die 100m und 200m Freistil und Maya Weckert (Jahrgang 2008) über 100m Freistil und 50m Schmetterling. Fenja Kellewald (Jahrgang 2008) verbesserte sich über die 100m Brust und 50m Schmetterling. Im Jahrgang 2006 stach Lena Christin Mantz über die 100m Rücken hervor. Hier stellte sie im Vorlauf eine neue persönliche Bestzeit auf, welche sie in einem packenden Wimpernschlagfinale erneut steigern konnte. Sie unterlag zwar um zwei Hundertstel ihrer um ein Jahr älteren Konkurrentin denkbar knapp, dennoch schaffte sie mit 1:06,72min. eine der geforderten Kadernormen. Auch den Einzug in das 100m Schmetterling-Finale als Schnellste ihres Jahrgangs konnte sie auf Platz 7 bestreiten. Die 50m Freistil, Rücken und Schmetterling waren ebenfalls erfolgreich. Bei den Jungs konnte Thomas Donath (Jahrgang 2009) mit sechs neuen Bestzeiten aufhorchen lassen: 100m 200m Freistil, 100m und 200m Rücken, 100m und 200m Schmetterling. Ebenso Julian Abele (Jahrgang 2007) 100m und 200m Freistil, 100m und 200m Rücken sowie 50m Schmetterling. Anass Larrach (Jahrgang 2010) konnte seine Bestzeiten über 100m Freistil und Rücken gleich um ca. 4sek. steigern. Lars Thomas, David Niklasch und Tim Sauer, alle Jahrgang 2008, stellten ebenfalls neue persönliche Bestzeiten auf. Marc Sauer (Jahrgang 2002) konnte die 50m Freistil in 24,92sek. und die 100m in 53,59sek. gewinnen. Adrian Aba (Jahrgang 2009) schwamm über 50m, 100m und 200m Freistil neue Bestzeiten sowie über 50m Schmetterling. Adrian Budai (Jahrgang 2006) verbesserte seine Zeit über 100m Schmetterling um fast 6sek. Auch über die 50m Distanz konnte er sich verbessern und die 200m Brust.

Weitere Teilnehmer:

Marit und Mette Biehal, Anna Giesecke, Anna Kisker Servia, Lauren Tierney

Kevin Blecha, Laurenz Gärtner, Tristan Hübner-Hecker 

Starke Sindelfinger SchwimmerInnen bei den „FINALS“ in Berlin/ 3mal Edelmetall, davon 1 Deutscher Meistertitel, und Bombenbestzeiten

Vom 3.-6.6.2021 fanden ua die Deutschem Meisterschaften im Schwimmen im Rahmen der „FINALS 2021“ in Berlin statt. Für dieses Spektakel gibt es kaum einen besseren Ort als eine der weltweit modernsten Schwimmhallen, der Schwimm-und Sprunghalle im Europa-Sportpark(SSE). Der VfL Sindelfingen war mit 5 Athleten vertreten, diese hatten sich für 11 Starts qualifiziert.

Am Donnerstag sprang die Jüngste, Marian Plöger (Jahrgang 2006), als erste ins Wasser und begann die Erfolgsserie. Sie schwamm sich über die 400m Lagen in neuer persönlicher Bestzeit ins B-Finale, welches sie am Abend in erneuter Bestzeit (unter 5min.) gewinnen konnte. Zwischendurch ist Marian auch noch die lange Distanz über 1500m Freistil über sich hinaus gewachsen. In diesem Rennen schwamm sie über 20sec. schneller als bisher und erreichte damit in dem gesamten Teilnehmerfeld einen beachtlichen 8.Rang. Mit diesen Zeiten hat Marian Plöger die Nationalkadernormen erfüllt.

Das nächste Ausrufezeichen setzte Marvin Dahler (2001). Er ist über die 200, 100 und 50m Rücken gestartet und hat sich in packenden Rennen sensationell einen kompletten Medaillensatz erschwommen. Die 200m Strecke ist er sehr beherzt angegangen und hat somit seine Konkurrenten unter Druck gesetzt, denn bis zur letzten Wende lag er in Führung. Am Ende reichte es zur Bronzemedaille in neuer persönlicher Bestzeit. Über die 100m Rücken gab es erneut eine neue Bestzeit und in diesem Wimpernschlagfinale holte er Silber. Den krönenden Abschluss gab es über die 50m, denn diese konnte Marvin Dahler als neuer Deutscher Meister gewinnen, wieder in persönlicher Bestzeit, ein grandioser Auftritt des Rückenspezialisten.

Annika Huber (Jahrgang 2003) ging über die 50, 100, 200m Brust und die 200m Lagen an den Start. Für sie war es der erste Wettkampf nach einer Schulteroperation. Um so erstaunlicher ihre Leistungen in dem starken Teilnehmerfeld. Sie konnte über alle Bruststrecken ins B-Finale einziehen und auch hier nochmals ihre persönlichen Bestzeiten steigern. Bei dem 100m B-Finale stieg sie sogar als Siegerin aus dem Becken.

Marc Sauer (Jahrgang 2002) ging über die 200m Schmetterling an den Start und schaffte hier mit neuer persönlicher Bestzeit erstmals den Einzug ins große A-Finale. Überglücklich beendete er dieses auf Platz 8 mit nochmaliger Steigerung.

Patrick Perez (Jahrgang 1998) komplettierte den Auftritt der Sindelfinger mit seinem Start über die 50m Schmetterling. Auch er schaffte den Einzug ins B-Finale.

Cheftrainer Peter Lemesch war hoch zufrieden mit seinen Athleten, denn auch er konnte nicht genau einschätzen, wo die SchwimmerInnen eigentlich stehen, da eine Vorbereitung auf der Langbahn nicht möglich war. Um so beeindruckender die Leistungen, die die Athleten bei diesem großen Event abliefern konnten.

„Berlin hat einfach seinen eigenen Spirit“, so bringt es Peter Lemesch auf den Punkt.